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Auch im dritten Spiel des neuen Jahres gibt es für die SCRJ Lakers keine Punkte. Nachdem sie im Startdrittel untendurch mussten, kamen sie immer besser ins Spiel und boten gute Unterhaltung. Dass das Resultat nicht positiv ausfiel, lag vor allem an der Effizienz.

 

In der 34. Minute war es so weit: Lausanne hatte seinen individuellen Sternmoment, den ein Team mit solch guten Einzelspielern eben einmal pro Spiel hat. Momente, welche die SCRJ Lakers so dringend benötigen würden. Joël Vermin kreierte auf tolle Art und Weise viel Raum auf Höhe der blauen Linie, welchen er für einen sehenswerten Doppelpass mit Christoph Bertschy nutzte. Dieses Zuspiel versenkte er dann mit einer Direktabnahme im Tor von Melvin Nyffeler zum vorentscheidenden 3:0. Das war sehr bitter für den SCRJ, denn er hatte in den Minuten zuvor toll ins Spiel gefunden und hätte sich den Anschlusstreffer verdient gehabt, womit die Partie wieder völlig offen gewesen wäre. Er zwang die Hausherren in dieser Phase zu viel Defensivarbeit und kreierte schöne Torchancen, welche unter dem Strich aber nicht gefährlich genug waren, um Zurkirchen im Lausanner Tor zu beunruhigen. Zusammen mit den Pässen, die nicht immer genau ankamen sah man, dass die letzte Konsequenz im offensiven Spiel der Rapperswiler fehlte.

Im ersten Drittel konnten die Lakers das Spielgeschehen bloss bis zur dritten Minute ausgeglichen gestalten. Zu diesem Zeitpunkt kam auch die grosse Möglichkeit, dem Spiel von Anfang an eine völlig andere Richtung zu geben als die, die es schlussendlich nahm: Andri Spiller hatte nach einem Abpraller von Zurkirchen das praktisch leere Tor vor sich, zielte bei seiner Direktabnahme allerdings über das Tor. Im Anschluss konnten sich die Rapperswiler nur noch selten offensiv in Szene setzen. Lausanne übernahm das Spieldiktat, kam zu diversen hochkarätigen Chancen und war auch physisch viel präsenter. Das erste Tor für Lausanne im Powerplay war deshalb die logische Konsequenz, auch wenn es etwas zufällig entstand. Es war nicht so, dass sich die Lakers nicht wehrten. Sie versuchten – wenn sie denn konnten – ein konstruktives Spiel aufzubauen und traten ganz anders auf, als noch am Berchtoldstag gegen die ZSC Lions. Nur wurden ihre Versuche im Spielaufbau spätestens an der offensiven blauen Linie abgefangen und der Puck kam wie ein Bumerang zurück, da auch der Gegner ganz anders auftrat als die ZSC Lions. Ein paar Mal kam man während dem Lausanner Sturmlauf trotzdem vor das gegnerische Tor. Allerdings waren diese Versuche nicht zwingend, da die Abwehr des LHC gute Arbeit verrichtete. Nach 17 Minuten fasste sich dann Bertschy ein Herz und nahm aus dem eigenen Drittel Anlauf. Er wurde von niemandem nachhaltig attackiert und sah sich auch aus der Verteidigung keinem Widersacher konfrontiert. Dies nutzte er mit einem satten Schuss an Nyffeler vorbei zu seinem zweiten Tor. Die anschliessende Drittelspause tat dem SCRJ gut. Er spielte anschliessend defensiv viel konsequenter, stand tiefer und fing so einen Grossteil der Lausanner Angriffsbemühungen früh ab. Offensiv kam er zu den anfangs angesprochenen Möglichkeiten, welche auch nach dem dritten Gegentor Bestand hatten.

Vor den 6600 Zuschauern steigerten sich die Lakers im Schlussabschnitt noch mehr. Der Spielverlauf gestaltete sich für sie wie ein guter Wein, denn er wurde immer besser, was sich leider nicht am Resultat widerspiegelte. Dass er dabei nicht zu den ganz grossen Chancen kam, lag bestimmt auch am physischen Spiel und am Selbstvertrauen, welches man momentan schmerzlich vermisst. Lausanne liess – bedingt durch diese Faktoren – kaum aussichtsreiche Abschlusspositionen zu. Defensiv aber war das Spiel zum Schluss erfreulich, denn es entstanden selbst aus vielversprechenden Ansätzen für die Lausanner kaum gute Torchancen. Wenn sie dann einmal zum Abschluss kamen fanden sie die Scheibe bei Melvin Nyffeler wieder, welcher erneut durch tolle Reflexe und gutes Positionsspiel auffiel. Nach 54 Minuten kamen die Lakers zu ihrem ersten Powerplay, welches sie sogleich ausnutzten: Martin Ness erzielte das erste Tor mit einem Abpraller im Slot, nachdem das Powerplay immer zwingender geworden war. Im Anschluss witterte der SCRJ seine letzte Chance. Er konnte weiter Druck aufbauen und agierte zuletzt auch mit einem sechsten Feldspieler. All dies sollte aber nicht belohnt werden: Nach einem Puckverlust erzielte Sandro Zangger das 4:1-Schlussergebnis in das verwaiste Tor. So verloren die SCRJ Lakers ein Spiel, bei welchem mehrmals nur wenig gefehlt hätte, um es völlig anders zu gestalten. Die nächste Möglichkeit für die ersten Punkte im neuen Jahr bietet sich am kommenden Freitag, 11. Januar in Genf, wo ein Gegner wartet, der auch dringend auf Punkte angewiesen ist.

 


Lausanne HC vs SCRJ Lakers 4:1 (2:0, 1:0, 1:1)

Malley 2.0, Lausanne / 6601 Zuschauer

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