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Die Rapperswiler erwischten in der 23. Runde der National League kein gutes Spiel. Sie konnten dabei nur mit den ersten zehn Minuten zufrieden sein, setzten in diesen tolle Akzente, verloren dann aber gegen ein clever agierendes Ambri-Piotta den Faden und verloren vorallem durch Eigenfehler mit 2:5.

 

Der Spielstand von 1:3 nach einem Drittel mutete angesichts der ersten zehn Minuten etwas hart an. Der SCRJ startete mutig und kam gleich zu Beginn zu einem Powerplay. In diesem spielten sie sehr gut und konsequent. Danny Kristo kam dabei zu einer sehr grossen Möglichkeit und zwischen Wellman und seinem Glück von der blauen Linie stand einzig der zerbrochene Stock. Kurz darauf wurde Cédric Hüsler vor der Rapperswiler Fankurve heftig in die Bande gecheckt, worin die Schiedsrichter kein Foul sahen. Mosimann rächte sich mit einer Keilerei an seinem Kollegen und kassierte dafür eine kleine Strafe. In der folgenden Unterzahlsituation wehrten sich die Lakers toll: Sie kamen durch Martin Ness sogar zu einer hochkarätigen Torchance, wo er Benjamin Conz zwar umkurvte und dem sicheren Tor sehr nahe war, seinen Versuch dann aber vom Ambri-Hüter spektakulär abgewehrt sah. Kurz darauf konnten sich die Tessiner aber im offensiven Drittel festsetzen und erzielten durch einen Schuss von Kubalik, welcher von Fabio Hofer noch abgelenkt wurde das 1:0. Keine zwei Minuten später wurde Cédric Hächler in der Angriffsauslösung an der grosszügig ausgelegten Grenze der Regelwidrigkeit vom Puck getrennt. Den anschliessenden Puckbesitz nutzten die Leventiner zum glücklichen 2:0. Das Publikum fühlte sich betrogen und tat seinen Unmut in Form von einem gellenden Pfeifkonzert kund. Die Mannschaft ihrerseits gab die Antwort auf die absolut bestmögliche Weise: Sie erzielte gleich nach dem Wiederanspiel den Anschlusstreffer: Schlagenhauf verwertete im Slot ein tolles Zuspiel von Casey Wellman. Danach veränderte sich der Charakter der Partie nachhaltig. Die bis anhin sehr spektakuläre Affiche flachte ab und beide Teams kamen nicht mehr zu vielen Chancen. Ambri-Piotta kam durch einen satten Schuss zu einem weiteren Tor, welches aufgrund der Spielanteile ab der zehnten Minute in Ordnung ging. Trotzdem erschien der zweifache Rückstand aus Sicht der Lakers etwas gar hart. Trotz teilweise nachlässigem Defensivverhalten zeigten sie vorallem zu Beginn des Drittels tolles Eishockey.

Ab dem zweiten Abschnitt gestaltete sich die Partie spielerisch eher bescheiden. Die Lakers kamen kaum zu nennenswerten Chancen, was sie auch ihrem inkonsequenten Passspiel und vielen eigenen Fehlern zuschreiben konnten. Nach sechs Minuten kassierte die Gastmannschaft nach einem Wechselfehler eine Bankstrafe. Diese nutzten die Lakers dann sogleich aus: Nach bloss 14 Sekunden verwertete Dion Knelsen einen Abpraller vor dem Leventiner Tor zum Anschlusstreffer. Was in anderen Spielen ein nachhaltiger Weckruf sein könnte, war in diesem Spiel nur eine Notiz, denn das Spiel verlief weiter unspektakulär. Es musste sogar sehr frustrierend sein, dass das zweite Tor im Nachhinein betrachtet für das gesamte Spiel die letzte zwingende Aktion vor dem Tor von Benjamin Conz war. Für den SCRJ bestätigte sich dann in der 28. Minute die Befürchtung endgültig, einen gebrauchten Abend erwischt zu haben: Nach einem haarsträubenden Puckverlust in der Angriffsauslösung erzielte Dominic Zwerger aus dem Slot das 4:2. In der Folge entwickelte sich das Spiel etwas zerzaust, denn die folgenden Minuten bis zur zweiten Pause waren durch zahlreiche Strafen geprägt. Das grösste Ereignis war dabei eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Jorden Gähler wegen eines Checks gegen den Kopf. Da die Situation in einer Schlägerei zwischen Jelovac und Wellman mündete, waren die Strafbänke danach gut gefüllt. Bei all dem Trubel gelang es keinem der beiden Teams bis zur Pause nachhaltig Akzente zu setzen.

Auch im dritten Drittel gelang es Leventinern hervorragend, das Spiel vom eigenen Drittel fernzuhalten gegen ein Rapperswil, das sich vorallem selber im Weg stand. Das Aufbauspiel der Rosenstädter funktionierte bloss bis zur gegnerischen blauen Linie, wo sich entweder ein Fehlpass ereignete oder die Leventiner den Angriffsversuch abfingen. Was man den Lakers aber über die ganze Partie nicht vorwerfen konnte war, keinen Willen gehabt zu haben. Sie versuchten es, hatten mehr Scheibenbesitz, wirkten in ihren Versuchen gegen ein clever agierendes Ambri aber glücklos. So auch in der 44. Minute, wo der Puck erneut unnötig an der eigenen blauen Linie verloren ging. Ambri nahm das Geschenk dankend an und Ngoy versenkte den Puck mit einem sehenswerten Schuss im Lattenkreuz zum 2:5-Endstand. So bleiben nach dem Spiel die Gedanken bei einem Spiel, in welchem die Lakers vorallem zu Beginn hervorragende Chancen verpassten, dem Spiel eine andere Richtung zu geben und anschliessend durch viele individuelle Fehler die Gäste zu den Toren regelrecht einluden. Die nächste Möglichkeit zur Besserung bietet sich am Samstagabend beim Auswärtsspiel in Genf. In der Patinoire Les Vernets möchten die Lakers das heutige Spiel vergessen machen.

 


SCRJ Lakers vs HC Ambri-Piotta 2:5 (1:3, 1:1, 0:1)

St.Galler Kantonalbank Arena / 5030 Zuschauer

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Foto: Tom Oswald, hockeypics.ch

 
 
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