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Der HC Davos besiegt die SCRJ Lakers in diesem packenden Spiel mit 2:1 nach Penaltyschiessen. Sie fingen sich nach einer schwachen Phase zu Beginn und zeigten ab der Spielmitte gutes Eishockey. Das Spiel wurde am Schluss durch einen aussergewöhnlichen, aber nach Videostudium anerkannten Penalty entschieden. Dem SCRJ bleibt dabei erneut das Nachsehen, obwohl in diesem Spiel mehr möglich gewesen wäre.

 

Von Beginn an war förmlich spürbar, dass es für beide Teams um viel geht. Die SCRJ Lakers starteten mit etwas mehr Puckbesitz, wirkten im offensiven Drittel aber etwas hilflos. Sie brachen ihren Spielfluss mit zwei Strafen binnen zwei Minuten selber. Der HCD spielte dabei ein starkes Powerplay, wobei der krönende Abschluss fehlte. Nach diesen Unterzahlsituationen fand der SCRJ nicht mehr ins Spiel. Die Davoser dominierten beinahe nach Belieben und kamen zu vielen gefährlichen Situationen. Dies lag aber auch daran, dass sich der SCRJ viele kleine und teilweise auch grosse Fehler leistete, welche mehrere Male zu brandgefährlichen Situationen führten. So kam Enzo Corvi nach zwölf Minuten zu einem Pfostenschuss. Es war das Glück der Rapperswiler, in Melvin Nyffeler einen starken Torhüter in seinen Reihen zu wissen. In mehreren Situationen bügelte er die Fehler seiner Vorderleute teilweise mirakulös aus. Vier Minuten vor Drittelsende kamen die Lakers zu ihrer stärksten Szene: Nach einem gewonnenen Bully schoss Radek Smolenak den Puck an den Pfosten. Es war dies so ziemlich der einzige Lichtblick eines missratenen ersten Drittels. Davos verstand es besser, mit der Brisanz und Wichtigkeit der Affiche umzugehen.

Die Rapperswiler machten zu Beginn des zweiten Abschnitts da weiter, wo sie aufgehört haben. Sie leisteten sich viele Unkoordiniertheiten und nahmen sich zu viel Zeit für Entscheidungen auf dem Eis. Dies zeigte sich auch im ersten Powerplay des Abends: Die Pässe waren oftmals schlecht getimt und eröffneten Davos im Ansatz gefährliche Kontermöglichkeiten. Die Lakers spielten zu diesem Zeitpunkt zwar schlecht, aber der HC Davos kam trotzdem kaum zu offensiven Aktionen, was vielleicht auch ein Indiz für ihre Misere ist. Wenn aber mal jemand vor das Tor kam, dann agierten die Bündner gefährlicher und konsequenter. Ab der Spielhälfte rehabilitierten sich die Lakers. Das Forechecking wurde konsequenter und tiefer angesetzt und sie übernahmen das Spiel, ohne zunächst aber gefährlich zu werden. Dies änderte sich ab der 35. Minute, als der SCRJ seine beste Phase hatte. Smolenak, Knelsen und Mosimann vergaben innert kürzester Zeit aus aussichtsreichen Positionen. Anders Lindbäck zeigte in dieser Phase seinem Trainer, dass es die richtige Entscheidung war, ihn aufzubieten und stattdessen nur auf drei ausländische Feldspieler zu zählen. Während der gesamten starken Phase musste Rappi aber defensiv aufpassen, sind doch die Bündner für ihre schnellen und überfallartigen Konter bekannt.

Zu Beginn des dritten Drittels belohnte sich der SCRJ für seine gute Leistung mit der ersten 1:0-Führung der Saison: Roman Schlagenhauf lenkte im Slot einen Schuss von Florian Schmuckli unhaltbar für Lindbäck ab. Das Heimpublikum honorierte dies mit toller Stimmung, welche sich noch verbesserte, als die Scheibe bloss kurze Zeit später ein zweites Mal im Davoser Tor lag. Jedoch wurde die Scheibe mit dem Schlittschuh ins Tor gelenkt, was die Schiedsrichter im Videostudium sahen und das Tor folgerichtig aberkannten. Arno Del Curto nahm sogleich sein Timeout, was den Spielfluss der Lakers brach. Die Partie neutralisierte sich grundsätzlich, wobei der SCRJ immer wieder zu guten Möglichkeiten kam. Allerdings vergab er sie alle, auch während eines zweiminütigen Powerplays. Und so kam es, dass der HCD ein weiteres Mal in Überzahl spielen konnte. Wieder tat er dies stark und realisierte durch eine Direktabnahme von Anton Rödin den verdienten Ausgleich nach 56 Minuten. Dies hemmte den SCRJ nachhaltig: Sie fielen in ihr altes Muster zurück und produzierten einige unkoordinierte Fehler, welche aber nicht bestraft wurden. Die anschliessende Verlängerung wog hin und her. Der HCD besass aber die zwingenderen Chancen und erzielte dabei ein Schlittschuhtor, welches zurecht annulliert wurde. Der SCRJ versteckte sich aber nicht und kam durch den starken Danny Kristo zu ein paar gefährlichen Szenen. Da keine der beiden Mannschaften dabei erfolgreich war, mündete dieses spannende Spiel im Penaltyschiessen, in welchem die ersten neun Schützen ihre Versuche vergaben. Der Davoser Shane Prince kam dabei mit einem Pfostenschuss einem Erfolg am nächsten. Die Schlusspointe setzte dann Enzo Corvi mit einem kuriosen Penalty: Er verlor bei seinem Versuch auf halber Höhe den Puck, erlief sich diesen aber nochmals, bezwang Melvin Nyffeler und entschied die Partie. Die Schiedsrichter sahen sich die Szene im Videostudium an und anerkannten das Tor. Es bleibt die Erkenntnis, dass die Lakers das Spiel nicht in dieser Szene verloren. Der Erfolg der Davoser geht unter dem Strich in Ordnung, weil sie über das gesamte Spiel zwingender und konsequenter agierten. Die Rapperswiler ihrerseits hätten sich in ihrer starken Phase ab der Spielmitte mehr belohnen müssen für einen Vollerfolg. Weiter geht es für die SCRJ Lakers am Freitag um 19:45 Uhr beim Auswärtsspiel in Bern, wo sie dem Favoriten ein Bein stellen wollen.

 


SCRJ Lakers vs HC Davos 1:2 n. P. (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)

St.Galler Kantonalbank Arena / 4735 Zuschauer

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Foto: Tom Oswald, hockeypics.ch

 
 
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