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Jeder SCRJ Fan wird sich noch sehr gut an letztes Jahr erinnern, als die SCRJ Lakers im Cupfinal gegen den HC Davos den ersten nationalen Titel in der Rapperswiler Vereinsgeschichte gewannen.

Die spannungsvolle Vorfreude bei der originellen Choreographie, der frühe Treffer von Jared Aulin, Michael Hüglis Traumtor, die Big Saves von Melvin Nyffeler, das kuriose Tor von Josh Primeau, der kollektive Jubel zum Spielende, die Hühnerhaut auslösende Pokalübergabe oder die kollektive Euphorie beim Feiern im Festzelt und in der Altstadt: tausende von speziellen Erinnerungen sind in den Köpfen von Spielern, Teammitglieder und Fans noch immer präsent. Doch dieses Ereignis soll nicht einmalig bleiben, sondern sich bereits dieses Jahr wiederholen.

Die Ausgangslage war diese Saison komplett anders. Rapperswil ist nicht mehr der krasse Underdog, der von den National League Mannschaften unterschätzt wurde. Der SCRJ ist zurück in der obersten Liga und als Titelverteidiger selbstverständlich ein Titelanwärter. Das Team von Jeff Tomlinson besiegte zuerst Dübendorf, dann den Rivalen aus Olten und im Viertelfinal wurde der HCD auswärts mit 4:3 nach Verlängerung niedergekämpft. Im Halbfinal zogen die Rapperswiler schliesslich den Tigers aus Langnau die Zähne und zogen dank einem 3:2 erneut in den Final ein. Der EVZ bezwang auf dem Weg in den Final Winterthur (4:1), Lugano (4:3), Kloten (4:3) und Bern (3:2 n.P.).

Trotz Problemen in der Meisterschaft mit weniger Punkten als erhofft, im Cup waren die Rosenstädter immer bereit. Der Cup hat eigene Regeln und besondere Eigenschaften. Während die ZSC Lions auf ihrem Weg zum Meistertitel 31 Niederlagen kassierten, kann man den Cup-Pokal nur unbesiegt gewinnen. «Do or die» wird das in Amerika genannt.

Es ist natürlich keine Überraschung, dass dieses System Tomlinson gefällt: «Wir haben immer diese Big Games gewonnen. Das spricht für den Charakter unseres Teams.» Er kann auch nicht nachvollziehen, dass oft über den Stellenwert dieses Wettbewerbes diskutiert wird: «Wir schätzen den Cup. Das ist ein super Wettbewerb und wir freuen uns über diese zusätzlichen Spiele. Für uns ist das ein Highlight, auf dieser Bühne zu spielen.» Der Kanadier ergänzt, dass diese Cupspiele und vor allem der Cupfinal eine ganz besondere Angelegenheit seien, nicht nur für die Spieler und für ihn, sondern auch für die Fans und die ganze Stadt. Umso wichtiger ist da auch die Tatsache, dass das Los auf ein Rapperswiler Heimspiel gefallen ist: «Die Zuschauer bringen eine riesige Stimmung in die Halle. Das pusht uns zusätzlich, der siebte Mann ist sehr wichtig für uns.»

Für alle ist der Cupfinal ein ganz besonderes Spiel, doch für die einen Spieler sogar noch etwas mehr. Corsin Casutt hat mehr als 10 Saisons lang das Zuger Trikot getragen: «Spiele gegen Zug sind immer schön, ich kenne einige Spieler beim Gegner und ich freue mich darauf, insbesondere jetzt im Cupfinal.» Florian Schmuckli ist Zuger und hat beim EVZ seine Nachwuchslaufbahn absolviert. Er gibt auch zu, dass deshalb ein Sieg gegen diesen Gegner doppelt so schön wäre und freut sich bereits auf den Final: «Ein ausverkauftes Stadion, alles in Rot, wir sind extrem geladen für dieses Spiel. Wenn du einen «Chübel» gewinnen kannst, dann bist du immer motiviert!» Casutt lobt die Stärken des Gegners: «Es ist eine sehr schnelle Mannschaft, offensiv extrem gut, mit einer soliden Defensive und einem schnellen Umschalten.»

Auch wenn Schmuckli die Favoritenrolle ganz klar den Zugern zuschiebt, so glaubt er trotzdem an einen Rapperswiler Sieg: «Wir wissen, dass wir eine gute Cupmannschaft sind und haben auf jeden Fall eine Chance zu gewinnen.» Das Selbstvertrauen unserer Nummer 67 zeigt sich, als er mit dem Hinweis, der EVZ habe in den letzten 20 Jahren keinen Titel mehr gewonnen, noch einen kleinen Giftpfeil zum Gegner abfeuert. Der SCRJ dagegen konnte alleine in der vergangenen Saison zwei Titel feiern, an welche sich Schmuckli sehr gerne erinnert: «Das waren unvergessliche Abende, welche wir feiern konnten!»

Der EV Zug liegt in der Tabelle auf dem zweiten Platz und hat 55 Punkte mehr auf dem Konto als die Lakers, als statistisch beste Offensive und zweitbeste Defensive. Dazu haben die Zuger die beste Schusseffizienz und liegen auch bei der Powerplay- und Boxplay-Statistik auf den Rängen 1 und 2. Die vier Direktduelle konnte der EVZ alle gewinnen, zu Hause 5:1 und 7:1, in Rapperswil zweimal mit 4:1. Doch wie bereits erwähnt, der Cup ist etwas Spezielles. Das hat sich auch in der letzten Saison gezeigt, als die Lakers im Viertelfinal als Unterklassiger die Zuger mit 5:1 deklassiert hatten.

Nach der siegreichen Hauptprobe beim 4:1 gegen die ZSC Lions gab ein sichtlich gut gelaunter Jan Mosimann bereitwillig Auskunft und erklärte, wie das Rezept für einen Rapperswiler Sieg lauten muss. Offensiv müsse man Druck aufs Goal machen und viele Schüsse abgeben, und zur Defensive ergänzte er: «wir dürfen keine Schüsse aus gefährlichen Positionen zulassen und sonst haben wir noch Nyffeler.» Mehrmals wurde auch betont, dass das Team 60 Minuten lang sein bestes Hockey spielen müsse.

Mosimann hatte eine ganze Liste von Argumenten, welche für eine erfolgreiche Titelverteidigung sprechen, unter anderem der Cup-Spirit, das Selbstvertrauen aus den letzten Heimspielen und der schon fast legendäre Teamgeist. Was spricht sonst noch für die Lakers? Vielleicht dass sie mit Jorden Gähler nicht nur einen starken Verteidiger, sondern auch einen Cup-Glücksbringer haben. Gähler könnte nämlich zum dritten Mal in Folge die Cupsiegermedaille umgehängt bekommen. Mit einem Lächeln beantwortet er die Frage nach dem Grund ganz bescheiden: «Ich hatte einfach Glück, dass ich im richtigen Club war». Auf jeden Fall glaubt auch er daran, dass der SCRJ den Titel gewinnen kann.

Ein grosser Trumpf ist definitiv der Heimvorteil mit dem tollen Publikum. Sowohl Casutt als auch Mosimann weisen darauf hin, dass sie den Final geniessen möchten. Das gilt am Sonntag für alle mit rot-weiss-blauem Herzen.

 
 
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