Kurz nach den Feiertagen beantwortet Jordy Murray, die originellen Fragen von Facebook-Usern (denen "Rapperswil-Jona Lakers gefällt"). Der quirlige Flügelstürmer spricht über sein geniales Tor in Fribourg, seinen Bruder und Ex-Laker Brady, über sein familiäres Weihnachtsfest und vieles mehr. Das Interview führte Iris Cotti vom Team Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. |
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Hallo Jordy, schön, dass Du heute die Fragen unserer Fans beantwortest, vielen Dank dafür. Lass uns gleich starten: Dein Coast-to-Coast-Goal in Fribourg war genial. Machst Du in so einer Szene intuitiv das Richtige? J.M.: Ich spiele die meiste Zeit instinktiv und versuche auf den richtigen Moment zu warten, um Entscheidungen zu treffen – mit oder ohne Puck. An dem erwähnten Spiel in Fribourg war auch ein bisschen Glück dabei. Ich bekam den Puck aus einer misslungenen Spielsituation… gewann Geschwindigkeit in der neutralen Zone… und hatte Glück, dass der Verteidiger schlecht positioniert war. Die meisten Spielzüge funktionieren nicht so… obwohl ich es mir wünschte!! Wie geht es Deinem Bruder Brady? Denkt der oft noch an die Zeit in Rappi zurück? J.M.: Meinem Bruder geht es sehr gut! Er hatte anfangs Jahr (Anmerkung der Red.: Anfang 2011) eine Verletzung am Handgelenk, ist jetzt aber wieder fit und spielt sehr gut. Leider wird er wohl vorläufig nicht in einem Rapperswil-Leibchen zu sehen sein, da er gerade für zwei weitere Jahre bei Lugano unterschrieben hat. Ich weiss, dass er seine Zeit in Rappi sehr genossen hat und irgendwann wieder zurück kommen möchte – in drei Jahren wird er also hoffentlich wieder ein Laker sein! Wie hast Du Dich nach den vielen Jahren Abwesenheit wieder in Rappi zurecht gefunden und was gefällt Dir an der Stadt am Besten? J.M.: Ich brauchte ein wenig Zeit, aber jetzt glaube ich, dass ich mich wieder recht gut auskenne in Rapperswil-Jona. Ich hatte meinen Bruder ein paar Mal besucht während er hier spielte und kannte die Stadt somit bereits ein wenig bevor ich dieses Jahr hier ankam. Ich wohne sogar im selben Wohnblock, in dem mein Bruder damals wohnte und kenne daher diese Gegend daher recht gut. Ich liebe Rapperswil-Jona… Es ist nicht wirklich eine grosse Stadt, aber sie hat einiges zu bieten und ist zudem nahe an anderen tollen Orten wie der Stadt Zürich und dem Pirates in Hinwil. Es ist eine tolle Stadt und mir gefällt es hier soweit sehr gut. Wie steht‘s mit deinem Schweizerdeutsch? ;) J.M.: Mein Schweizerdeutsch ist noch nicht so gut wie geplant. Ich habe wirklich noch nicht viel gelernt bis jetzt. Es sprechen alle so gut Englisch, dass es gar nicht nötig war. Nichtsdestotrotz möchte ich Schweizerdeutsch lernen. Bis im Herbst hatte ich noch online Unterricht meiner Universität, aber das ist jetzt abgeschlossen und somit hab ich jetzt viel mehr freie Zeit, um an meinem Deutsch zu arbeiten. Wo siehst du die grössten Unterschiede in der Spielermentalität zwischen einem Schweizer und einem Nordamerikanischen Hockeyspieler? J.M.: Ich sehe keine grossen Unterschiede in der Mentalität der Spieler. Grösstenteils glaube ich, dass sich alle Hockeyspieler, egal von welchem Land, auf und neben dem Eis ziemlich ähnlich verhalten. Was den Stil des Spieles anbetrifft, sehe ich definitv ein paar Unterschiede. Schweizer Hockey in der NLA ist viel schneller und technisch besser als Amerikanisches College Hockey mit stärkeren, älteren Spielern… Dahingegen ist Amerikanisches College Hockey wohl mehr körperlich. Deine gesamte Familie ist im Eishockey tätig – sogar deine Schwester ist ein Profi! In was sind die Murray‘s sonst noch gut? J.M.: Ja ich denke wir sind wirklich eine Art Hockeyfamilie. Abgesehen vom Hockey gibt’s nicht wirklich viel, in dem wir gut sind… haha… zumindest ich. In meiner Kindheit spielten wir ausser Hockey nur Fussball. In der Highschool hab ich mal Doppel im Tennis gespielt, aber ich hatte einen sehr guten Partner, also musste ich nicht viel machen. Mein Bruder und ich sind sehr ehrgeizig… egal was wir machen, wir möchten gewinnen. Im Sommer haben wir jeweils richtig gute Ping Pong Kämpfe… aber ich gewinne normalerweise. Wie hast du dieses Jahr Weihnachten verbracht? J.M.: Weihnachten dieses Jahr war super! Meine Eltern kamen von Michigan hier her und mein Bruder, seine Freundin und meine Schwester kamen von Lugano rauf, um mit mir Weihnachten in Rappi zu verbringen. Sie haben alle bei mir in der Wohnung übernachtet. Es war wirklich toll und das erste Mal seit Ewigkeiten, dass wir alle zusammen Weihnachten verbringen konnten!! Wir haben nicht wirklich etwas Spezielles gemacht, nur viel gutes Essen gegessen und unsere Gesellschaft genossen… und natürlich Wein getrunken!
Danke für das Kurz-Interview.
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