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Sali Jonas, vielen Dank für Deine Bereitschaft, die Fragen unserer Fans zu beantworten. Hier kommt gleich die erste: „Haben Goalies tatsächlich weniger Kondition? :-) Würdest du einen Marathon zustande bringen?“ J.M.: Das kann ich weder von Daniel noch von mir behaupten. Auch wir - oder gerade wir - müssen körperlich in einem Topzustand sein, ansonsten kannst du die Belastung von 60 Minuten höchster Konzentration und immer in Bewegung nicht durchhalten. Wir haben vielleicht nicht die Muskelmasse wie andere Feldspieler, doch normalerweise sind wir Torhüter mindestens im Durchschnitt eines Hockeyteams, was den Konditionsfaktor anbelangt, platziert. Also ja, einen Marathon würde ich ziemlich sicher hinkriegen... die Frage ist nur wie lange ich dafür bräuchte *smile* |
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Fühlst du dich als Goalie zu 50% für den Spielausgang verantwortlich oder siehst Du Dich als Teil des Teams wie jeder andere Spieler? J.M.: Wir tragen wohl eine grössere Verantwortung als die Spieler. Wenn wir einen Fehler machen, führt dies normalerweise zu einem Gegentor, die Spieler haben immer noch 4 Mitspieler plus den Torhüter, der den Fehler ausbügeln könnte. Ob wir zu 50 % für den Spielausgang verantwortlich sind, kann ich nicht sagen, doch es ist sicher von grosser Bedeutung, dass der Torhüter ein gutes Spiel zeigt. Ich finde jedoch, jeder Goalie ist von seinen Mitspieler abhängig. Man sagt ja, ein Torhüter ist nur so gut wie sein Team. |
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Wie findest Du die Regel, dass wenn der Puck an die Maske geht, nicht mehr zwingend unterbrochen wird? J.M.: Naja, es ist immer relativ schwierig, wenn jeder Schiri ein wenig anders darauf reagiert. Im Prinzip bin ich immer für den Schutz des Torhüters - deshalb finde ich: Wenn ein harter Slapshot an die Maske geht, sollte abgepfiffen werden. Meistens können wir dem Schiri signalisieren, wenn uns der Puck hart getroffen hat und er pfeift dann ab, was auch richtig und wichtig ist. |
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Fällt es Dir leicht, Dich als zweiter Goalie immer wieder top zu motivieren? Wie machst Du das? J.M.: Ich glaube, es ist wie in jedem Job: Es gibt Tage, an denen man nicht allzu gerne arbeiten geht. Das kommt bei immer aber äussert selten vor, weil ich finde, dass wir Sportler einen super Job haben. Den geniesse ich auch sehr. Natürlich ist es nicht immer einfach, wenn man rackert und rackert und nicht spielen darf, aber so ist es nun mal. Ich will im nächsten Einsatz immer mein bestes Spiel zeigen, das ist für mich Motivation genug, um hart an mir zu arbeiten. |
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Wer war Dein Idol in der Kindheit und warum? J.M.: Ich war früher immer begeistert vom SC Bern und natürlich Fan von Renato Tosio. Er hatte mich mit seiner Art, seiner schnellen Fanghand, immer fasziniert. |
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Wie kannst Du das Team unterstützen, wenn Du selbst nicht im Spiel bist? Hältst Du Dich dann eher zurück? J.M.: Natürlich ist es schwierig, wenn man selbst nicht spielt. Jedoch versuche ich immer, die Mannschaft zu pushen, vielleicht ein, zwei Tipps zu geben und vor allem immer positiv und aufgestellt zu sein. |
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Was hast du mit Deinem Namensvetter (Robert Müller), der leider tödlich verunglückt ist, gemeinsam? J.M.: Das war natürlich eine sehr tragische Geschichte, die wir als Hockeyspieler ein wenig mit verfolgt haben. Gemeinsam mit ihm habe ich nicht so viel, respektive kannte ich ihn kaum. Nur hat es einmal mehr gezeigt, wie kurz das Leben ist und dass man jeden Tag geniessen sollte. Ich finde sowieso, dass viele Menschen einfach so durchs Leben gehen und nicht wirklich Freude haben. Ein Lachen hat noch keinem geschadet. |
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Danke für das Kurz-Interview. |
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